Sozialen Medien

Neue Forschung verknüpft die Nutzung sozialer Medien mit Depressionen

Neue Forschung verknüpft die Nutzung sozialer Medien mit Depressionen


Forscher der Universität Pittsburgh haben kürzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem der Zusammenhang zwischen sozialen Medien und Depressionen hervorgehoben wird.

[Bildquelle: Pixabay]

Während der Ferienzeit veröffentlichen Social-Media-Fonds häufig Fotorollen, in denen ihre Auslandsreise hervorgehoben wird, damit alle ihre „Freunde“ sie aufnehmen können. Diese Bestätigung löst eine Freisetzung von Dopamin aus. Das natürliche „Belohnungsmolekül“ entsteht, wenn derjenige, der etwas veröffentlicht hat, eine Genehmigung wie ein „Gefällt mir“ oder einen Kommentar erhält. Dies geht aus einer Studie des in San Francisco ansässigen Medieneinkaufsunternehmens RadiumOne hervor.

Über den Betrachter dieser Beiträge gibt es jedoch nicht viel Forschung. Für die Empfänger kann der Vergleich mit einem glamourösen Beitrag über soziale Medien zu Eifersucht führen. Wenn es häufiger durchgeführt wird, kann es zu Regressionen und Anzeichen von Depressionen kommen. Und da täglich Millionen von Menschen soziale Medien nutzen, kann das Problem weit verbreitet sein.

Das Zentrum für Medien und Forschung, Technologie und Gesundheit (CRMTH) von UPitt schlug eine lineare Verbindung zwischen Social-Media-Plattformen und Depressionen vor. Sie stellten auch einen direkten Zusammenhang mit Angst fest. Eine längere Zeit in den sozialen Medien führte auch nach dem Abmelden zu einer Fortsetzung des Gefühls der Unzulänglichkeit. Die CRMTH-Studie finden Sie in der Dezember-Ausgabe von Computer im menschlichen Verhalten.

Das Team befragte 1.787 junge Erwachsene aus den USA. Das Alter der Teilnehmer variierte zwischen 19 und 32 Jahren. Die Forscher bewerteten die Denkweise jedes Teilnehmers mithilfe des PROMIS (Patient Reported Outcomes Measurement Information System). Von Patienten gemeldete Probleme sind emotionale Reaktionen wie Stress, Angstzustände und Depressionen. Dazu gehören auch körperliche Reaktionen wie Schmerzen und Müdigkeit. Diese emotionalen und physischen Reaktionen wirken sich auf das soziale Funktionieren der Patienten sowie auf ihre Lebensqualität aus. Dies wird normalerweise als Nebenprodukt einer chronischen Krankheit verursacht.

Allgemeine Labortests wie Röntgen- und Gewebeproben können jedoch nicht zwischen emotionalen und physiologischen Diskrepanzen unterscheiden. Daher entwickelte PROMIS ein psychometrisch robustes CAT-System (Computer Adaptive Testing), um eine Reihe von Fragen zu analysieren und das Ergebnis zu kategorisieren.

Ergebnisse

Das Team stellte fest, dass Teilnehmer, die 7 bis 11 Formen von Social Media im Gegensatz zu 0 bis 2 nutzten, eine wesentlich höhere Wahrscheinlichkeit hatten, an Depressionen und Angstzuständen zu leiden. Dies ist eine lineare Reaktion auf die Anzahl der verwendeten Plattformen sowie auf die Zeit, die für das Surfen in sozialen Medien aufgewendet wurde. Die Ergebnisse sind unabhängig davon, ob man versucht, ein Online-Erscheinungsbild beizubehalten oder einfach durch seinen Newsfeed zu scrollen.

"Das Verständnis der Art und Weise, wie Menschen mehrere Social-Media-Plattformen nutzen, und ihrer Erfahrungen auf diesen Plattformen sowie der spezifischen Art von Depressionen und Angstzuständen, die Social-Media-Nutzer erleben, sind wichtige nächste Schritte", sagte der Co-Autor und Psychiater César G. Escobar -Viera, Postdoktorandin am Pitt Health Policy Institute und am CRMTH.

Die Ergebnisse der Veröffentlichung sind so eindeutig, dass es nahelegt, dass Ärzte in Betracht ziehen sollten, Patienten nach ihrer Verwendung auf mehreren Plattformen zu fragen und sie entsprechend zu beraten.

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Geschrieben von Terry Berman


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